Wir freuen uns Sie in unserem Speisesaal begrüßen zu können. Er ist geeignet für ein gemütliches Frühstück mit reichhaltiger Buffetauswahl. Aber auch Feiern (mit und ohne Musik) können wir Ihnen bieten (mittags, nachmittags oder abends). Oder überraschen Sie Freunde und Bekannte mit einem Überraschungsmenü. Was Sie auch immer wünschen, unsere Küche ist stets bemüht mit einheimischen regionalen Produkten stets einwandfreie und leckere Sachen für Sie zuzubereiten. Ob es sich um Brot handelt, um einen selbstgemachten Hefezopf oder um den berühmten Schwarzwälder Kuchen. Oder darf es eine Forelle aus dem Harmersbach sein ?



Grüße aus der Küche

Unser Restaurant

Blick in unseren Speisesaal 



Tischkultur

Eine gute gedeckte Tafel - das Auge ißt doch mit? 



Was sagt Freiherr von Knigge? 



Auszüge aus dem "Knigge"

Adolph (Friedrich Ludwig) Freiherr von Knigge
Geboren am 16.10.1752 in Bredenbeck bei Hannover; gestorben am 6.5.1796 in Bremen.
1788 veröffentlicht er den "KNIGGE" - Über den Umgang mit Menschen (Auszüge daraus)
Interessiere Dich für andre, wenn Du willst, daß andre sich für Dich interessieren sollen! Wer unteilnehmend, ohne Sinn für Freundschaft, Wohlwollen und Liebe, nur sich selber lebt, der bleibt verlassen, wenn er sich nach fremdem Beistande sehnt.
Über das Reisen und Verreisen
Leute von gewissem Stande pflegen Tag und Nacht fortzurollen, ohne sich unterwegs aufzuhalten. Dies mag recht gut sein, wenn man die teuren Zehrungen in den Wirtshäusern ersparen will, wenn man eilig ist, um den Ort seiner Bestimmung zu erreichen, oder wenn man mit den Gegenden, welche man durchreist, schon so bekannt geworden, daß man da nichts mehr sehn kann, das unsrer Beobachtung wert wäre. Außerdem aber rate ich, lieber kleine Reisen aufmerksam zu unternehmen, als große, auf denen man bis in die Hauptstädte hinein nur Postmeister und Postknechte kennenlernt. (...)
Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und daß man sich durch kleine widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lasse. Dies ist doppelt zu empfehlen, wenn man einen Gesellschafter bei sich hat; denn nichts ist langweiliger und verdrießlicher, als mit einem Manne zu reisen und in einem Kasten eingesperrt zu sitzen, der stumm und mürrischer Laune ist, bei der geringsten unangenehmen Begebenheit aus der Haut fahren will, über Dinge jammert, die nicht zu ändern sind, und in jedem kleinen Wirtshause so viel Gemächlichkeit, Wohlleben und Ruhe fordert, als er zu Hause hat.
Das Reisen macht gesellig; man wird da mit Menschen bekannt und auf gewisse Weise vertraut, die wir außerdem schwerlich zu Gesellschaftern wählen würden; das ist auch weiter von keinen Folgen, und ich brauche wohl übrigens nicht zu erinnern, daß man sich hüten müsse, in der Vertraulichkeit gegen Fremde, die man unterwegens antrifft, zu weit zu gehn, und dadurch Abenteurern und Spitzbuben in die Hände zu fallen.
Ich rate niemand, sich auf Reisen einen fremden Namen zu geben; man kann dadurch, ehe man sich's versieht, in große Verlegenheit geraten, und selten ist es nötig und nützlich, ein solches Inkognito zu beobachten.
Manche Leute suchen etwas darin, auf Reisen zu prahlen, viel Geld zu verzehren, glänzen zu wollen und prächtig gekleidet zu sein. Das ist eine törichte Eitelkeit, die sie in den Wirtshäusern teuer büßen müssen, ohne für ihr Geld mehr zu erhalten als der einfache Reisende. Niemand erinnert sich weiter des Fremden, der so viel Aufwand gemacht hat, wenn dieser weitergereist und nichts mehr von ihm zu ziehn ist. Doch ist es der Klugheit gemäß, anständig, und was man in Niedersachsen rechtlich nennt, in seinem Aufzuge zu sein, sich nicht zu vornehm und nicht zu demütig, nicht zu reich und nicht zu arm zu stellen, weil man sonst, in beiden Extremitäten, leicht entweder für einen unwissenden Pinsel, dessen erste Ausflucht dies ist, und den man also nach Gefallen prellen kann, oder für einen gewaltig vornehmen Herrn, von dem etwas zu ziehn ist, oder für einen Aventurier angesehn wird, dem man aus dem Wege gehn und der mit schlechter Bewirtung vorliebnehmen muß.
Man kleide sich bequem. Ein ungemächlicher Anzug macht unbehaglich, ungeduldig und müde.
Man spare auf der Reise nicht am unrechten Orte. So gebe man zum Beispiel den Postillons zwar nicht übertriebne, aber doch nach den Umständen reichliche Trinkgelder. Sie sagen sich das einer dem andern auf den Stationen wieder; man kommt dann schneller fort und hat manche Vorteile davon.



Adoplh Freiherr von Knigge


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Hotel Grünwinkel - Oberharmersbach