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Schwarzwald

Wissenswertes zum Schwarzwald

Uhrenindustrie: Die Anfänge der Schwarzwälder Uhrenproduktion liegen in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Während die ersten Uhren noch schmucklos und auf den praktischen Nutzen ausgerichtet waren, wurden, mit der wachsenden Popularität dieser Schwarzwälder Spezialität auch über die Landesgrenzen hinaus, die Ziffernblätter und Uhrenschilde immer kunstvoller. Nach der Überlieferung ursprünglich als Plagiat böhmischer Uhren hergestellt, entwickelten sich Uhren aus dem Schwarzwald zu einem festen Begriff, insbesondere die weltweit bekannte Kuckucksuhr. Dennoch kam es immer wieder zu Krisen.

Kultur und Geschichte von Oberharmersbach

Fastnacht: Das Häs (Plural: Häser) bezeichnet im Umfeld der schwäbisch-alemannischen Fasnet das Narrenkostüm, das meistens aus einer Larve genannten, holzgeschnitzten Gesichtsmaske und dem Narrenkleid besteht.

Ein Charakteristikum der schwäbisch-alemannischen Fasnet ist, dass die Hästräger ihre Verkleidung nicht von Jahr zu Jahr wechseln, sondern sie lebenslang beibehalten. In manchen Gegenden ist es sogar üblich, das Häs über Generationen zu vererben. Jede Narrenzunft hat nur einige wenige Narrenfiguren. Das Häs der jeweiligen Figur wird von einer Gruppe in der Zunft getragen. Die ältesten bereits im Mittelalter urkundlich nachweisbaren Narrenfiguren sind der "Teufel", der "Wilde Mann" und verschiedene Tiermasken. Bei den "Fleckle-", "Blätzle-", oder "Spättlekleider" dagegen handelt es sich meist um Leinengewänder, auf denen farbige Stoffflicken aufgenäht sind. Hierzu gehören zum Beispiel der "Plätzler" aus Weingarten oder der "Narrone" aus Laufenburg. Aus dem Barock stammen die Hansele, Narros oder Weißnarren. Sie haben einen bemalten Leinenanzug, meist eine glatte Gesichtsmaske (Glattlarve) mit freundlich wirkendem Gesichtsausdruck und häufig auf Brust und Rücken über Kreuz getragene Schellenriemen ("Gschell"). Die Fastnachtshexe wie zum Beispiel die Gengenbacher Hexe trägt in der Regel eine Jacke (sog. Peter) und einen Rock, der über einem Unterrock und Bauernwäsche getragen wird. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl örtlicher Narrenfiguren, die sich nicht in eine der erwähnten Gruppen einordnen lassen.

Zur Ausstattung der Narren gehören häufig noch weitere Attribute, die eine symbolische Bedeutung haben oder auch nur dazu dienen, um auf den Narrensprüngen mit den Zuschauern Schabernack zu treiben. Beispiele sind die Rätsche, der Hexenbesen, die "Saubloder" (Schweinsblase), der Fuchsschwanz oder die Streckschere, die mehrere Meter weit ausgefahren werden kann und so dem Narren zum Greifen nach den Hüten der Zuschauer beim Narrensprung dient.