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Schwarzwald

Wissenswertes zum Schwarzwald

Als Bollenhut wird eine Kopfbedeckung bezeichnet, die seit etwa 1750 zur Tracht der Frauen in den drei benachbarten Schwarzwald-Dörfern Gutach, Wolfach-Kirnbach und Hornberg-Reichenbach gehört. Der breitkrempige, weißgekalkte Strohhut trägt elf auffallende, kreuzförmig angeordnete Bollen aus Wolle; bei unverheirateten jungen Mädchen sind diese rot, bei verheirateten Frauen schwarz. Der Bollenhut kann bis zu zwei kg schwer sein und wird noch immer von Hutmacherinnen in mühevoller Handarbeit gefertigt. Den roten Bollenhut dürfen die Mädchen erstmalig bei der Konfirmation tragen. Die Zahl Elf hängt mit der christlichen Zahlensymbolik zusammen (vier und vier und drei). Vier für die vier Enden der Erde, vier für die vier Enden des Himmels und drei für den dreieinigen Gott. Unter dem Bollenhut wird eine seidene Haube getragen, die unter dem Kinn gebunden wird. Kleine Mädchen vor ihrer Konfirmation (Gutach und einige Nachbargemeinden gehörten bis 1804 zu Württemberg und waren daher im Unterschied zum großen Teil des Schwarzwaldes evangelisch) sowie alte Frauen tragen nur diese Haube.

Kultur und Geschichte von Oberharmersbach

Die spezielle Form der traditionellen Dächer alter Bauernhöfe wie zum Beispiel der Jedensbachhof aus dem 17. Jahrhundert (keine 400 m von unserem Hotel entfernt) nennt man Krüppelwalmdach. Das Walmdach ist eine Variante des Satteldachs. Es besteht aus zwei entgegengesetzt geneigten Dachflächen und den geneigten Walmen an den Giebeln des Gebäudes. Ein vollständiger Walm ersetzt den Giebel, das Dach hat also an allen vier Seiten Schrägen. Ein Walmdach hat aber auf jeden Fall auch einen Dachfirst, sonst wäre es ein Pyramidendach. Ein Walm, dessen Dachtraufe oberhalb der Traufe der Hauptdachfläche liegt (der Giebel ist nicht vollständig abgewalmt) wird auch Krüppelwalm genannt.