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Schwarzwald

Wissenswertes zum Schwarzwald

Die Flößerei ist der Transport von schwimmenden zusammengebundenen Baumstämmen auf Wasserstraßen.

Sie ist im Nordschwarzwald seit dem frühen Mittelalter überliefert. Mit sog. Wieden zusammengebundene Baumstämme wurden über die Flüsse zum Bestimmungsort bewegt. Die notwendigen Wassermassen wurden in sog. Floßstuben angestaut und dann zusammen mit dem Floß freigegeben. Im Laufe der Jahrhunderte wurden diese Wasserwege über Nagold, Enz, Neckar und Rhein bis nach Holland erweitert. Im 18. Jahrhundert führte der niederländische Holzbedarf zur Blüte des Holzhandels aber auch zum Kahlschlag weiter Regionen des Nordschwarzwaldes. Die langen und geraden Tannen waren als Baumaterial ideal geeignet. Bis heute zeugen wieder aufgeforstete Fichtenmonokulturen vom Exodus des natürlichen Mischwaldes. Durch den Ausbau des Schienen- und Straßennetzes endete die Flößerei mit dem 19. Jahrhundert. Heute wird noch in Norwegen auf dem Telemarkkanal geflößt. Das Stadtmuseum in Pforzheim hält eine ausführliche Dokumentation bereit. Im Heimatmuseum von Wolfach beschäftigt sich eine Abteilung mit der Flößerei auf der Kinzig. Oder Sie fahren ins Museum nach Schiltach (ca. 30 Autominuten von Oberharmersbach) - Schüttesägemuseum, Hauptstraße 1, Öffnungszeiten: 1. April / Ostern bis 31. Oktober, Di bis So 11.00 - 17.00 Uhr, montags geschlossen, Vorführung der Maschinen freitags ab 15.00 Uhr, Eintritt frei! Sonderöffnungszeiten möglich! Weitere Infos unter Tel. 0 78 36 / 58 50.

Kultur und Geschichte von Oberharmersbach

Ackerbau früher: Im Spätmittelalter setzte sich die Dreifelderwirtschaft durch. Im Wechsel wurden Wintergetreide und Sommergetreide angebaut, während der dritte Teil der Ackerfläche brach lag. Zuvor kannte man die Urwechselwirtschaft, wo ein Acker bewirtschaftet wurde und dann einige Jahre brach lag (Verwilderung mit Baum- und Strauchbewuchs).